Der Klassiker schlechthin. Keine Tourenankündigung am Mittwochabend löst jeweils solche Emotionen aus wie: «Heute fahren wir zum Hohmattgätterli.» Versuche, die Tour schon Anfang April zu riskieren, wurden stets mit langen Tragepassagen bestraft. Auf den Schattenseiten bleibt der Schnee halt lange liegen. Und für eine Feierabendrunde ist die Tour ohnehin schlicht zu lang: Weit besser passt sie auf einen schönen, warmen Samstagnachmittag.

 

Die kürzeste Anfahrt von Langnau zur Schynenalp führt via Twärengraben. Viel schöner, aber weiter ist der Aufstieg bei der Kirche Trub, in Richtung Stauffenchnubel. Die Anfahrt von der Schynenalp zur Alp Hohmatt über den Grat beim Zinggenstall ist steil. Ob auf- oder abwärts: Nicht immer ist es möglich, die Passage fahrend zu meistern.

 


Von der Alp bis zum Hohmattgätterli kann man ein letztes Mal zur Ruhe kommen, bevor dann der schönste und zugleich schwierigste Teil vor uns liegt: Dort, wo sich der Weg Richtung Napf oder Lüderen trennt, beginnt der grosse Spass. Auf lenkerbreitem Weg versuchen wir die kniffligen Stellen fahrend zu überwinden. Folgen wieder ein paar Meter flowigstem Trail und stehen plötzlich vor einer Treppe, welche mehr braucht als bloss ein bisschen Überwindung. Wenn das Gröbste geschafft und der Puls wieder etwas abgeflacht ist, können wir das Tempo erhöhen und voller Enthusiasmus der Lüderenalp entgegen fliegen. Und dort auf der Terrasse die Aussicht bestaunen.