Dieser Trail ist für all jene ein Leckerbissen, welche das legendäre Hohlenfluhheimetli hoch über dem Bärbach in der Gemeinde Eggiwil nicht kennen. Und für alle anderen auch.

 


Wir beginnen unsere Tour in Langnau. Zuerst rollen wir gemütlich Richtung Trubschachen. Mit etwas Rücksichtnahme haben wir auch selten ein Problem mit den Spaziergängern auf  dem Schachenweg, nicht einmal mit deren vierbeinigen Freunden. In Trubschachen folgen wir dem tollen Weg über die Siebenbrücken (können sehr glitschig sein!), dann biegen wir rechts ab und folgen zur Zeitersparnis der asphaltierten Strasse, die sich den Berg hinauf schlängelt, vorbei am Berghof Stärenegg bis Buhus und noch weiter, jetzt abseits geteerter Strasse, bis wir die Chäserenalp und den Rämisgummenhoger erreichen. Wer genug Zeit hat, macht noch schnell einen Abstecher runter zur Geisshaldenalp: Hier, auf der sonnigen Terrasse des «Erika», kann man sich bei einem Chäs- und Speckplättli optimal auf die bevorstehende Abfahrt vorbereiten.

 


Doch erst müssen wir den Pfyffer erreicht werden. Dafür überqueren wir die «schönste Berner Alp» (Rämisgumme) und kratzen wenig später gleich auch noch die 1300-Meter-Höhenkurve. Vom Pfyffer aus führt uns ein breiter Weg mit grandioser Aussicht (die wegen der Schussfahrt gerne ignoriert wird) runter zur Hürlisegg. Von da folgen wir der Strasse, bis wir kurz nach Hürliseggschwand, bei der Scheiterbeige, den unscheinbaren Weg rechts zur Hohlenfluh einschlagen.

 

Der eindrückliche Trail führt über typische Mattenwege immer wieder in einen Graben hinein, bis urplötzlich das Hohlenfluhheimet vor einem steht: ein kleines Emmentaler Bauernhaus, gebaut in eine natürlich entstandene Höhle in der brüchigen Nagelfluh. Oft erklingen sogar urchige Örgeliklänge aus dem Innern. Als wäre die Zeit stillgestanden. Man fühlt sich ein bisschen fehl am Platze, wenn man, voll ausgerüstet mit neuestem Equipment und einem 16cmTrailbike, vor diesem schönen, alten Hüsli steht.

 


Doch weiter gehts. Kurz nach dem Haus folgt noch der natürliche Unterstand mit dem Einachser drin. Vor lauter Schauen vergessen wir runterzuschalten, und schon krachts im Getriebe beim 25% steilen Gegenanstieg. Der Waldweg ist ruppig und verschlungen,  im Sommer zudem ziemlich überwachsen. Trotzdem finden wir den Weg zurück in die Zivilisation und packen bei der Stürlern das nächste Trailstück an. Jetzt folgen wir stur dem offiziellen Wanderweg, was uns bis runter an die Emme noch ein paar Brocken an Überwindung und Fahrtechnik abverlangt. Ganz zuletzt sind wir gezwungen, das Bike über einigen Tritte runterzutragen. Was aber unserem Glücksgefühl kein bisschen abträglich ist.